Eine Akademie für Bierliebhaber

Am 13. Dezember 2013 eröffnete an der Langgasse die erste unabhängige Bierakademie in der Schweiz. In Seminaren können Gastronomen und Interessierte brauen, degustieren und alles über das Malzgetränk erfahren.

Die Fensterscheiben werden auf Hochglanz gebracht, ein paar Tische müssen noch zusammengebaut werden: Die Vorbereitungen in der Bierakademie, die heute an der Langgasse 11 eröffnet, laufen auf Hochtouren. Das Wichtigste steht aber schon bereit. Bierflaschen in allen Formen und Grössen sind in den Regalen aufgereiht. Über 120 Biersorten können in der «Probier-Bar» degustiert und gekauft werden.

Das Bier und die Frau

«Wir bieten zudem eine ganze Reihe von Seminaren und Kursen an», sagt Guido Albrecht, diplomierter Biersommelier und Projektleiter der Bierakademie. Diese seien einerseits für Gastronomen bestimmt, die sich weiterbilden wollen. «Da geht es zum Beispiel um die richtige Einschenktechnik oder um neue Marketingstrategien.»

Andererseits bietet die «Bierakademie» auch Kurse für Bierbegeisterte an, die nicht in der Branche tätig sind. «Wir haben zum Beispiel ein Seminar mit dem Titel <Das Bier und die Frau>», sagt der Biersommelier. «Frauen sind <Nasenmenschen>. Riecht das Bier bitter, schmeckt es ihnen oft nicht», sagt Albrecht. Braue man das Bier aber mit Hopfensorten, die einen blumigen oder zitrusartigen Duft verströmen, würde das Getränk den Frauen besser munden.

St. Galler probieren gerne Neues

Mit der Eröffnung der ersten unabhängigen Bierakademie in der Schweiz erfüllt sich Guido Albrecht einen Traum. «Nachdem ich die Ausbildung zum Biersommelier gemacht habe, kam in mir der Wunsch auf, das Wissen über Bier weiterzugeben.»

St. Gallen sei mit seiner alten Biertradition die ideale Stadt, um die Akademie zu eröffnen. «St. Galler sind ihrem regionalen Bier sehr treu, aber auch experimentierfreudig. Sie probieren ab und zu gerne etwas Neues.» Es liege ihm am Herzen, das Image des Getränks zu verbessern. «Bier ist, genau wie Wein, ein Genuss- und kein Rauschmittel», sagt er. Ein persönliches Lieblingsbier hat Albrecht nicht. «Wichtig ist nur, dass das Bier zum Anlass passt.»